, Hochuli Daniel

Könige und solche die es noch werden wollen. Der etwas andere Rückblick auf die Leistungen und Ergebnisse der vergangenen Wochen

In diesem etwas anderen und umfassenderen Rückblick auf die Leistungen und Ergebnisse unserer Rennfahrer in den letzten Wochen fällt auf, dass mehrere «Könige» und solche die intensiv daran arbeiten «Könige» zu werden, auf sich aufmerksam machen konnten. Diese und ihre Leistungen wollen wir würdigen. Aber auch die Schattenseiten des (Rad-)Sports sollen zu Zuge kommen – insbesondere unsere jüngsten Rennfahrer mussten bei den letzten Rennen «etwas Federn (und Tapete) lassen». Aber auch hier gilt «Übung macht den Meister» und es werden wieder bessere Zeiten (und Rennen) folgen.

Roland Thalmann – unser Ausreisserkönig wird zum Bergkönig und gewinnt die Bergpreiswertung bei der Tour de Romandie!

Fünf Etappen – dreimal in der Fluchtgruppe des Tages – und dabei fast 400 Kilometer vor dem Feld. Das sind wahrlich eindrückliche Werte die Roland im Rahmen der diesjährigen Tour de Romandie aufweisen kann.

Bereits in der ersten Etappe zeigte sich Roland in der Gruppe des Tages und konnte sich einige Bergpreispunkte gutschreiben lassen. Was nach der ersten Etappe noch fehlte, holte Roli in der zweiten Etappe nach – wieder in der Fluchtgruppe des Tages sicherte er sich die ersten beiden Bergpreiswertungen und konnte so am Ende des Tages das verdiente Bergpreistrikot übernehmen.

Nachdem auf der dritten Etappe keine weiteren Punkte mehr dazukamen ging Roland in der vierten Etappe erneut auf Punktejagd, wieder in der Fluchtgruppe des Tages konnte er sich weitere Punkte sichern und so die Führung in der Bergpreiswertung souverän ausbauen. Diese Führung konnte er auch auf der Schlussetappe verteidigen und sich so am Ende der schweren Rundfahrt durch die Westschweiz verdient als Bergkönig feiern lassen.

Nebst vielen Bergpreispunkten konnte Roland auch vielen Sympathiepunkten sammeln – wir haben mitgefiebert und uns riesig gefreut – herzliche Gratulation an Roland zu dieser herausragenden Leistung. Wir gönnen Roland nun die wohlverdiente Erholung und freuen uns auf den weiteren Saisonverlauf.

 

Florian Hochuli – «Nachwuchs-Ausreisser» nach tollem Ardennen-Rennen leider von kleinen «Käfern» ausgebremst

Den Renntag im Feld verbringen und dann auf einen guten Schluss-Sprint setzten war bereits in den Nachwuchskategorien nicht Florian’s Ding – lieber mit wehenden Fahnen untergehen war schon immer seine Devise. Mit der Aufgabe Fluchtgruppen zu besetzten stand Florian am Start der Famenne-Ardenne Classic (UCI1.1) und zeigte sich weder von der anspruchsvollen Aufgabe noch von den grossen Namen am Start beeindruckt.

Nach einer durch einen Massensturz erforderlichen Neutralisation passten dann Beine und Renninstinkt zusammen und Florian konnte sich in der Fluchtgruppe des Tages platzieren und konnte so das knapp 200 km lange und bei Dauerregen durchgeführte Rennen in den belgischen Ardennen mitprägen. Der Maximalvorsprung der zu Beginn 5 Ausreisser von rund dreieinhalb Minuten wurde dann vom nachjagenden Feld unter dem Tempodiktat des Teams Lotto-Intermarché rund um Arnaud de Lie stetig reduziert und rund 40 Kilometer vor dem Ziel musste Florian seine verbliebenen Begleiter ziehen lassen. Ein tolles Rennen mit viel Präsenz an der Spitze nahm dann leider 2 Tage später einen schlechten Abschluss – wie ganz viele weitere Fahrer hatte Florian im Dauerregen einen bakteriellen Infekt aufgelesen, welcher leider eine Renn- und Trainingspause nach sich zog.

Mit dem Ziel die Beine und vor allem den Magen zu testen, entschied sich Florian dann kurzfristig zu einem Start an der Berner Rundfahrt und zeigte sich auch hier gleich zu Beginn in der Offensive – nach Rennmitte protestierte dann leider der Magen und auch die Kraft in den Beinen schwand zusehends. Wichtiger wie der Rang war somit sie Erkenntnis, dass es trotz Rückschlag gesundheitlich wieder aufwärts geht.

Weiter geht es für Florian gleich mit zwei Highlights: am Sonntag, 17. Mai steht mit dem 107. Rund um Köln das älteste und traditionsreiche Rennen in Deutschland auf dem Programm. Eine Woche später, am Pfingstmontag, steht dann mit Paris – Troyes eines der ältesten Rennen in Frankreich an. Vielleicht wieder mit einem Platz in der Flucht des Tages?

 

Jann Salm – der Sprint König der (Schweizer) U19 Kategorie gewinnt den GP Cham-Hagendorn

Nachdem ihm die ausländischen Frühjahrsklassiker und die Bahnrennen eine gute Form aufgezeigt hatten, konnte Jann diese in den ersten Rennen in der Schweiz eindrücklich unter Beweis stellen.

Beim Duo Genevois – zwei Eintagesrennen, die zusammen ein Gesamtklassement bilden – konnte sich Jann am Samstag im Sprint der Spitzengruppe mit dem dritten Rang seinen ersten Podestplatz in der laufenden Saison sichern. Leider schlug dann am Sonntag die Defekthexe zu und Jann musste die Ambitionen auf einen weiteren Podestplatz begraben.

Doch schon eine Woche später – beim GP Cham – Hagendorn konnte er sich erfolgreich rehabilitieren. Nach einem aufmerksamen Rennen stellte er seine Endschnelligkeit auf der langen und leicht absteigenden Zielgeraden unter Beweis und setzte sich klar gegen seine Konkurrenten durch. Damit konnte er den ersten Saisonsieg auf der Strasse feiern und da das Rennen in Cham gleichzeitig als Innerschweizer Meisterschaft ausgetragen wurde sich zusätzlich auch diesen Titel sichern.

Eine weitere Woche später verpasste dann Jann leider die rennentscheidende Spitzengruppe – im Spurt der Verfolger konnte er dann aber nochmals seine Sprintstärke bestätigen und sich den guten 7. Platz sichern.

 

 Levi Häfliger und Miro Wullschleger – sehr gute Ergebnisse trotz laufenden Lehrabschlussprüfungen

Gute Leistungen zeigten in den letzten Wochen auch unsere Elite/U23 Fahrer Levi Häfliger und Miro Wullschleger.

Neu in der Elite/U23 Kategorie konnte sich Miro sehr rasch an die deutlich längeren und anspruchsvolleren Rennen gewöhnen. Nebst einigen Helferdiensten für seine Mannschaft konnte er sich aktiv einbringen und so auch das eine oder andere gute Resultat sichern. Besonders für ihn waren sicher die beiden internationalen Rennen Torino-Biella und GP Vorarlberg (beide UCI 1.2), welche er erfolgreich zu Ende fahren und die Ränge 93 und 71 erreichen konnte.

Weitere Resultate in den letzten Woche:

GP Mobiliar Kiesen       26. Rang

GP Cham-Hagendorn   23. Rang

Berner Rundfahrt          23. Rang

 

Nebst den Rennen in der Schweiz standen für Levi in den letzten Wochen die beiden zur Rad-Bundesliga zählenden Rennen GP der Südlichen Weinstrasse und Grosser Preis der Stadt Trier auf dem Programm. Beim GP der Südlichen Weinstrasse konnte er mit dem 15. Rang ein sehr gutes Ergebnis einfahren.  Mit dem 53. Rang beim GP Mobiliar in Kiesen und insbesondere mit dem sehr guten 15. Rang bei der Berner Rundfahrt konnte Levi seine aktuell gute Form erneut unter Beweis stellen.

Für den ganz grossen Exploit reichte es bei beiden noch nicht – aufgrund der aktuellen Doppelbelastung mit den laufenden Lehrabschlussprüfungen und dem Sport sind die erzielten Ergebnisse aber sehr bemerkenswert und wir freuen uns auch bei Levi und Miro auf den weiteren Verlauf der noch jungen Saison.

Weiter geht die nationale Saison für die beiden mit dem Auffahrtsrennen in Diessenhofen sowie dem Strassenrennen in Ehrendingen am Pfingstmontag – für beide mit der Chance erneut ihre gute Form und Sprintstärke unter Beweis zu stellen.

 

Unsere Jüngsten Rennfahrer beim GP Cham Hagendorn vom Pech verfolgt

Nach guten Ergebnissen zu Beginn der Saison waren unsere Jüngsten beim GP Cham Hagendorn etwas vom Pech verfolgt. Mit Mias, Ilja und Jonas mussten gleich drei von vier U13/U15 Fahrer zu Boden, nur Antonin konnte sich auf dem Velo halten. Am Ende resultierten für die vier die folgenden Ränge:

Mias Wullschleger        14. Rang

Antonin Hunkeler         21. Rang

Jonas Greter                27. Rang

Ilija Crepulja                 34. Rang

Wir wünschen den drei Pechvögeln gute Besserung – Schürfungen verheilen, Lenkerbänder können ersetzt und löchrige Trikots und Hosen ausgetauscht werden.